Die Geschichte

Die Geschichte der Initiative Bielefelder Hausärzte beginnt Anfang der 1990er Jahre.

Ein kleiner Kreis Bielefelder Hausärzte traf sich informell und regelmäßig. Der Grundgedanke: ein modernes, hoch differenziertes Gesundheitswesen im Hinblick auf die medizinische und ökonomische Effizienz braucht im Zentrum einen kompetenten Allgemeinarzt. Zentrales Thema waren die Schnittstellen in der Zusammenarbeit mit den fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen sowie den Bielefelder Krankenhäusern.

Gleichzeitig ging es um die Koordination der ärztlichen Selbstverwaltung, der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung. Praktische Alltagserfahrung aus der hausärztlichen Tätigkeit sollte dort angemessen berücksichtigt werden. Ein dritter Schwerpunkt bestand darin, den Wert und die Bedeutung der Hausärzte in der Öffentlichkeit und in den kommunalen Gremien zu vertreten.

Seit vielen Jahren werden die Bielefelder Hausarzt-Tage zweimal jährlich abgehalten, ein Fortbildungsforum für Hausärzte und Medizinische Fachangestellte der Hausarztpraxen. Auch heute noch spielen diese Kernthemen der IBH eine große Rolle.

Zunehmende Anforderungen veranlassten die Kolleginnen und Kollegen im Jahre 2002 eine rechtsfähige GbR zu gründen und der IBH verbindlichere Strukturen zu geben.

Die aktive Gestaltung der hausärztlichen Versorgung hat zu dem Modell der hausärztlich zentriertenpalliativmedizinischen Versorgung geführt. Maßgeblich mitgestaltet von verantwortlichen Vertretern der IBH zusammen mit Palliativmedizinern und der AOK Westfalen-Lippe. Hier wurde ein über die gesamte Kassenärztliche Versorgung abgeschlossener Vertrag in ganz Westfalen-Lippe umgesetzt. Dieses Modell hat bundesweit große Beachtung gefunden und einen wichtigen Akzent auf der Bedeutung der häuslichen Betreuung durch den Hausarzt am Lebensende gesetzt.

Aktuell befasst sich die Initiative unter anderem mit der Thematik der hausärztlichen Heimversorgung, bei der es an Standards, sinnvoller Koordination und Strukturen mangelt.

Dem sich abzeichnenden Hausärztemangel in Bielefeld begegnet die IBH derzeit mit drei Konzepten:

  1. dem Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin, zusammen mit den Bielefelder Kliniken sowie
  2. der Gründung eines hausärztlichen MVZ und eines Mentorenprogramms für den Einstieg junger Kolleginnen und Kollegen.
  3. der intensiven Ausbildung von Medizinstudentin den Akademischen Lehrpraxen im Fach Allgemeinmedizin

Gemeinsam mit den Krankenkassen will die IBH in den kommenden Jahren an der Entwicklung von umfassenden hausarztzentrierten Versorgungsverträgen arbeiten, bei denen die hausärztliche Versorgung die Basis einer modernen Patientenbetreuung in unserem hoch spezialisierten, differenzierten Gesundheitssystem darstellt.